Unsere Geschichte
Die wichtigsten Stationen unseres Bundes
— Vom Kyffhäuser bis zur Nizzaallee
Gründung des Verbandes
Junge Studenten schlossen sich zu Beginn des Jahres 1881 in Berlin, Halle, Leipzig und Breslau und dann im Sommer in Greifswald und Kiel zu den ersten Vereinen Deutscher Studenten zusammen, um die politische Lethargie, die unter der Studentenschaft herrschte, zu überwinden und der äußeren Einigung Deutschlands die innere Einigung folgen zu lassen. Man wählt unter Ablehnung von Band und Mütze die Farben des Reiches „Schwarz-Weiß-Rot“ als alleinige Farben jedes einzelnen VDSt und des neuen Verbandes, der sich im Anschluß an das Kyffhäuserfest am 8. August 1881 als Verband der Vereine Deutscher Studenten – Kyffhäuserverband (VVDSt-KV) gegründet wird.

Gründung des VDSt Aachen
Zu Beginn des SS 1920 reifte bei einer Gruppe von Studenten, die dem VDSt Bonn angehörten, und Mitgliedern des Vaterländischen Studentenbundes „Rheinwacht“ die Idee, einen VDSt an der TH Aachen zu gründen. Nach dem Gründungskonvent am November 1920 im Restaurant „Smeets“ am Ponttor trat der VDSt Aachen mit seinem Wahlspruch „Hie gut Deutsch, allewege“ im WS 1920/21 beim Festakt anlässlich der Rückkehr der deutschen Delegation von der Londoner Konferenz an die Öffentlichkeit. Bald erwarb sich der
VDSt, vor allem durch seine Tätigkeit in der studentischen Selbstverwaltung, Ansehen und Respekt innerhalb der Aachener Studentenschaft und entwickelte sich rasch zu einer korporativen Gemeinschaft.

Tarnvereinigung „Freie Akademische Verbindung Normannia“
Nach dem Verbot des VDSt durch die Rheinlandkommission wird der Bund als Tarnvereinigung „Normannia“ weitergeführt. Nach der Rheinlandbesetzung trat die Normannia in einer großen Befreiungsfeier wieder als VDSt an die Öffentlichkeit. Bei dieser Gelegenheit ernannte Aachen Prof. Johannes Schmidt-Japing und Prof. Robert Wentzel in Anerkennung ihrer Verdienste um den VDSt während der Besatzungszeit zu EM.

Selbstauflösung in der NS-Zeit
Im SS 1930 mietete der Bund zwei Etagen in der Vaalser Straße 108 als Domizil an. Wenige Jahre später drohte jedoch neues Ungemach. Die zwangsweise Überführung der Aktivitas in eine Kameradschaft des NSDStB zögerte der Aachener VDSt bis 1938 hinaus. Dann löste er sich selbst auf.
Wiedergründung des VDSt Aachen
Nach dem Krieg gründete sich der VDSt Aachen wieder. Zu dem Anlass wurde ein großer Wiedergründungskommers im Sitzungszimmer der Houbenwerke gefeiert.
Patenschaft mit dem AH-Bund Breslau II
Der VDSt Breslau II (gegründet am 4. November 1920) schloss mit Aachen einen Patenschaftsvertrag, sodass unser Bund den Namen VDSt Aachen-Breslau II erhält und seit dem her führt.

Anschluss der montanistischen Hochschüler „Grube zu Przibram“
Alten Herren des „Vereins montanistischer Hochschüler Grube zu Przibram“ (gegründet 1908 mit Farben schwarz-grün-silber) schließen sich dem Aachener Bund als korporatives Mitglied an. Przibram ist ein altes Bergbaustädtchen 60 Kilometer südlich von Prag und war neben
Leoben (Steiermark) die zweite montanistische Hochschule der Donaumonarchie. Da die „Grube Przibram“ keinen studentischen Nachwuchs rekrutierte, ist der Verein heute nur noch Geschichte.

Bezug der Nizzaallee 2
Im Sommer 1961 findet unser Bund sein ideales Domizil: Das Haus Nizzaallee 2 ist bis heute Heim und Veranstaltungsort und Mittelpunkt des Bundeslebens. Die Erhaltung, Verbesserung und Gestaltung des Hauses ist ein Bestandteil der Bundesarbeit.

Vorort des Verbandes
Aachen-Breslau II stellt viermal den Vorort des Verbandes und zeigt damit Engagement, dass über unsere Stadt hinausgeht.







