Fahrradkeller wird zur Werft

Nach langem Planen geht es nun endlich los. Aber um ein Boot zu bauen braucht man natürlich erstmal eine Werft. Zum Gluck sind wir da mit unserem Haus gut gerüstet. Und so wurde mal eben der Fahrradkeller leergeräumt und umgetauft. Dann noch das gelieferte Holz sortieren und schon gings los.

Am Samstag den 10.05.14 schlossen wir den Teil Planung ab und starteten mit der Umsetzung. Zunächst wurden alle Holzpaletten sortiert und das benötigte Werkzeug bereitstellten.

Anschließend verschraubten wir dann die ersten Platten und es entstand der erste von vier Schwimmkörpern. Nachdem sich eine gewisse Routine eingestellt hatte begannen wir die restlichen Schwimmer jeweils zu zweit parallel zu Montieren. Am frühen Abend waren alle Schwimmkörper fertiggestellt und eine erste Vorstellung von der späteren Größe des Katamarans zeichnete sich ab.

Bei einem gemütlichen Feierabendbier wurde das ansehnliche Ergebnis stolz betrachtet.

Ein Karl findet seinen Platz

Wir freuen uns, Karl den Großen auf unserem Haus begrüßen zu dürfen. Er hat standesgemäß seinen Platz im Haupttreppenhaus eingenommen und wird unser Haus hoffentlich noch lange schmücken. Für uns ist es eine Freude an dieser städteweiten Aktion teilzunehmen und so unsere Begeisterung für Aachen und seine Region zum Ausdruck zu bringen.

 

Hintergrund

Zum Karlsjahr 2014 wurde eine Installation mit 500 Figuren von Karl des Großen von Künstler Ottmar Hörl auf dem Katschhof zwischen Dom und Rathaus durchgeführt. Die Figuren konnten von Aachenern, seien es Privatpersonen, Hoteliers, Einzelhändler bzw. Unternehmer oder Institutionen im Vorfeld erworben werden. Nach der Installation erhielten die Paten ihre jeweilige Figur, verbunden mit der Bitte, diese über die Sommermonate 2014 möglichst publikumswirksam zu platzieren und so auf das Karlsjahr hinzuweisen.

Ein Boot muss auch schwimmen

Am Samstag den 17.5. ging es weiter mit unserem Bootsbauprojekt. Nachdem beim letzten Mal die Schwimmer fertig gestellt wurden, stand dieses Mal der Korrosionsschutz und die Langzeithaltbarkeit auf dem Programm. Dazu wurden nach einer Menge Schleifarbeit sämtliche Holzteile lasiert und alle Kanten mit Silikon abgedichtet.

Nach verrichteter Arbeit wurde unser Boot im Vorgarten provisorisch aufgebaut und die bisher nur theoretisch angenommenen Platzverhältnisse auf Deckpraktisch überprüft und bestätigt.

Der Nächste Schritt wird das Abdichten der Schwimmer von außen mittels Bitumen und eine optische Aufwertung in Bundesfarben sein.

Aktivenfahrt im Sommersemester 2014

Am Donnerstag den 26.06.14 war es dann endlich soweit. Wir verluden die Einzelteile unseres Bootes in einen Hänger und fuhren guter dinge nach Gießen um dort unser Boot der ultimativen Herausforderung zu stellen:

Uns!

Aufgrund der Wasserschifffahrtsverordnung waren wir gezwungen anstatt der Mosel, einen anderen und kleineren Fluss zu befahren, die Lahn. Der Aufbau ging zügig denn uns trieb die Vorfreude auf ein Wochenende voller Spaß und Abenteuer. Als wir unser Boot nun auf der Lahn zu Wasser ließen, ahnten wir noch nichts von den immer wieder auftretenden Untiefen, die uns und unserem Boot dann über das Wochenende doch ein wenig zusetzen. Nachdem alle 12 Bundesbrüder an Bord waren ließ der Steuermann den 4 PS Außenbordmotor an. Doch schnell wurde uns klar, dass der Motor bei solch einer geringen Wassertiefe nicht einsetzbar ist. Daher schipperten wir gemütlich über den Fluss und genossen die Sonne, das Wasser und das Bier. Immer wieder mussten wir Stromschnellen passieren, bei denen häufig der Bug auf einigen Steinen aufsetzte. Ständig mussten wir absteigen und schieben, nicht selten Endete dies mit einer Wasserschlacht. Natürlich wollten wir auch wissen wie schnell unser Boot denn werden kann und so kam es, dass wir mit Motor eine Geschwindigkeit von ca. 15Km/h erreichten. Leider folgte auf ein „Klack“ Geräusch der  Verlust der Schubkraft des Motors. Für heute konnte der Motor nicht mehr benutzt werden. Eine Freude für alle Beteiligten, da sie nun bis in die späten Abendstunden zum Campingplatz paddeln durften. Gegen 22:00h kamen wir am Campingplatz an und begannen mit dem Aufbau der Zelte und dem Grillen.

Am nächsten Morgen stand der Fehler noch vor dem Frühstück fest: Der Propeller, der über einen Scherbolzen aus Messing mit der Antriebswelle verbunden ist, war frei drehbar. Nach kurzem suchen war auch ein Bootsbedarf gefunden und zwei Ersatzbolzen besorgt. So konnten wir unsere Fahrt fortsetzen und schon nach 500m kamen wir an das erste Wehr. Gemeinsam gelang es uns das Boot über das Wehr zu tragen, eine hohe Belastung für Boot und Mannschaft. Das unser Boot das alles mitgemacht hat, zeugt von seiner Stabilität und erfüllt uns im Nachhinein natürlich mit Stolz. Auch beim betrachten der Rumpfunterseiten fiel sofort auf, dass diese erheblichen Bodenkontakt hatten. Während wurde bei herrlichem Sonnenschein ein Bierpongturnier auf dem Boot ausgetragen.

Eine Herausforderung, da jeder Fehlwurf mit einer angemessenen kühlen Schwimmrunde belohnt wurde.  Kaum ein Bundesbruder hat nicht etwas in der Lahn zurücklassen müssen. Doch manche Dinge glaubte man als verloren und schwammen später wieder an einem vorbei. Dabei war die Freude natürlich umso größer. So erreichten wir am späten Nachmittag einen idyllischen Paddelclub, der uns campieren ließ. Es wurde ausgiebig gegrillt gequatscht und getrunken. Am nächsten morgen demontierten und verluden wir das Boot.

 

94. Stiftungsfest

Im letzten November Wochenende vom 28ten bis zum 30ten haben wir unser Stiftungsfest gefeiert. Das 94te alljährliche Gründungsfest den VDSt Aachen-Breslau II war zu unser aller Freuden dieses Jahr gut besucht.

So konnten wir bei dem Festkommers am Freitag viele altbekannte Gesichter wiedersehen, zu denen sich am Samstag zum Gesellschaftsabend noch viel mehr Gäste, Freunde und Bundesbrüder gesellten. Am Sonntag fand das Fest mit der traditionellen Damenkneipe und dem darauffolgenden Exbummel seinen würdigen Abschluss.

Zum Festkommers kamen die gesamten aktiven Mitglieder des Bundes zusammen, um nach einigen Jahren wieder ein gemeinsames Foto zu schießen. Dieses Foto dient neben der Erinnerung auch als Sinnbild für das sehr bunte und lebendige Bundesleben und die zahlreich besuchten Veranstaltungen wie in diesem Fall auch dem Kommers. Nach einer gemeinsamen Telefonaktion der Bundesbrüder wurden alle Alten Herren des Aachener Bundes angerufen und noch einmal persönlich eingeladen, was so viele ehemalige aktive Mitglieder dazu verleitete uns einmal wieder zu besuchen, dass am Ende fast die Sitzplätze ausgingen.

Am Samstag stand der Gesellschaftsabend an, bei dem es zu einer Premiere kam. Zum ersten Mal haben wir in tatkräftiger Zusammenarbeit den Samstag über das Buffet komplett selbst gekocht, gebraten, gebacken und gegrillt. Neben diesem kulinarischen Feuerwerk gab es noch selbst gemixte Cocktails an der reich bestückten Cocktailbar. Der Conventraum wurde zur Tanzfläche umfunktioniert und als solche von Gästen, Alten Herren und auch den jüngeren Semestern genutzt. Im Verlauf der Nacht wurde die zunehmend feuchtfröhliche Athmosphäre weiter angeheizt und mit der Begrüßung der Sonne auf dem Lousberg von einer beträchtlichen Handvoll Bundesbrüdern abgeschlossen.

Manch einer besuchte unser schönes Haus am nächsten Morgen in alter Frische ein drittes Mal zur Damenkneipe. Manch anderer ist von der Nacht gezeichnet und leicht zerknittertem Hemd im Laufe des Tages dazugestoßen und hat am Abend bei einem gemeinsamen Essen in der Pontstraße das Festausklingen lassen. Traditionell fanden sich die alten Eisen und Gesangbegeisterten auch danach noch zum Singen einiger altbekannter und auch selten gehörten Lieder im Tresen. Diese Gesellschaft hielt sich auch diesmal wacker bis tief in die Nacht.

Als auch der letzte Besucher des Festes das Bett aufgesucht hatte, konnten alle nur auf ein erfolgreiches, abwechslungsreiches und spaßiges Wochenende zurückblicken.